Das Vocational Training Center Gisagara befindet sich in Ruandas Südprovinz, im Distrikt Gisagara, nahe der burundischen Grenze. Von Kigali aus fährt man zunächst 2 Stunden lang auf der geteerten Hauptstraße nach Butare (Huye) City. Von dort aus ca. eine halbe Stunde lang auf der gut befahrbaren Piste.

Im Jahr 2006 gründeten Les Soeur Auxiliatrices dort das Centre Eugenie SMET Gisagara. Die Jugendlichen kommen oft aus sehr schwierigen Verhältnissen. Manche haben durch den Genozid einen oder beide ihrer Eltern verloren, andere Elternteile sitzen im Gefängnis. Manche müssen Zuhause die Position des Familienoberhauptes übernehmen. Das Vocational Training Center Gisagara hat deshalb das Anliegen, die soziale und ökonomische Situation der Jugendlichen zu verbessern und dabei die moralische Erziehung nicht außer Acht zu lassen.

Da viele Jugendliche nur die Primary School abschließen konnten, bietet das Zentrum neben den Fachspezialisierungen Tischler-, Maurer- und Schneiderhandwerk auch Fächer wie Englisch, Mathematik und Religion / Moral als Basiskurse an.

Im März 2013 unterzeichnete der Partnerschaftsverein Rheinland-Pfalz und die ruandische Workforce Developement Authority (WDA), zuständig für berufliche Bildung, ein Memorandum of Understanding (MoU). Ziel ist die Kooperation in diesem neuen Tätigkeitsfeld zu koordinieren und zu intensivieren.

Im Anhang das MoU wählten der Partnerschaftsverein Rheinland-Pfalz/Ruanda und das WDA gemeinsam 15 verpartnerte VTCs aus (darunter das Vocational Training Center Gisagara) auf dessen Förderung sich die rheinland-pfälzischen Partner vorerst konzentrierten. Infolge dessen initiierte das rheinland-pfälzische Koordinationsbüro in Kigali die Entwicklung einer Langzeitstrategie für die ausgewählten VTCs. Formuliert und erstellt von den ruandischen Partnern soll diese als „Fahrplan“ für anstehende Projekte und Aufgaben dienen, sowie die Koordination der Maßnahmen und verschiedenster Akteure im Bereich der beruflichen Bildung vereinfachen.

Unsere Fördermaßnahmen

  • 2009:
    Angaben folgen
  • 2011:
    Bau einer Maurerwerkstatt und einer Toilettenanlage sowie Installation einer Regenwasserzisterne. Projektkosten: 21.134,84 Euro.
  • 2013:
    Anschaffung von Schulungsmaterial. Projektkosten: 7.900,00 Euro.
  • 2016:
    Realisierung eines umfangreichen Ernährungsprojektes für eine nachhaltige und ausgewogene Ernährung der SchülerInnen. Projektkosten: 12.611,33 Euro.

Ansprechpartner:

Thilo Leonhardt
Telefon: 02661 9847742
E-Mail: thilo.leonhardt@ruandahilfe-hachenburg.de